Personensuche im Internet nimmt zu
Samstag, 07. Februar 2009Laut den Berichten von Onlinekosten.de und Gulli.com zeichnet sich anscheinend eine neue Tendenz, wonach User häufig nach Information über sich selbst (was nicht weiter schlimm wäre), aber auch über andere Nutzer mit Hilfe des Internets suchen. Einige Unternehmen haben den Trend bereits erkannt und bieten sogar verschiedene Dienste an, die dem Endanwender bei der Suche nach der Information über andere Menschen unterstützen, indem diese Dienste dem Nutzer zusammengefasste Information aus unterschiedlichen Quellen präsentieren. Zwar bieten diese Dienste keine Informationen aus illegalen Quellen oder so, aber die Entwicklung an sich ist nicht gerade positiv.
Als Beispiel der gefährlichen Entwicklung kann ich die steigende Beliebtheit der Online-Spiele-Plattformen nennen. Stellt euch vor, 3 Freunde kaufen gemeinsam ein Spiel über eine solche Plattform und spielen abwechselnd das Spiel, je nach dem, wenn einer oder der andere Zeit hat. Das ist durchaus praktikabel, da meistens nur das gleichzeitige Spielen nicht möglich ist. Dann bewirbt sich irgendwann ein der Freunde bei einem großen Unternehmen Xxxx AG um eine Stelle. Das Unternehmen Xxxx AG beauftragt daraufhin einen externen Dienstleister mit der Aufgabe, Information über den Bewerber herauszufinden. Der Dienstleister sucht unterschiedliche soziale Netzwerke wie BlablaVZ durch und kauft dazu noch Information über das Spielverhalten der Person bei der Online-Spielplattform XY ab (hat jemand schon die Lizenzen durchgelesen, denen man zustimmen soll, um bei einer solchen Plattform mitzumachen?). Das Problem ist dabei, dass laut der Information von Spielplattform der jeweilige Benutzer 30 Stunden in der Woche das Spiel „Böses Killerspiel“ spielte, was zwar nicht stimmt, da der Benutzer das Konto mit 2 anderen Freunden teilte, wird aber vom Arbeitgebersicht als Fakt angesehen und der Bewerber wird abgelehnt. Das Beispiel ist durchaus realistisch und auf andere Fälle übertragbar.
