Nackt-Scanner in Deutschland
Wie heise.de mit dem Verweis auf Spiegel Online berichtet, beginnen bald die ersten Tests der neuen Nackt-Scanner in Deutschland:
Im Dezember soll die Bundespolizei mit Labortests der so genannten “Nackt-Scanner” beginnen, bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums gegenüber dem Spiegel. Die umstrittenen Geräte durchleuchten auf der Grundlage unterschiedlicher Technologien Menschen bis auf die Haut und machen so Gegenstände erkennbar, die Metalldetektoren nicht aufspüren können; allerdings werden dabei auch körperliche Details sichtbar. Der von der EU-Kommission geplante Einsatz dieser neuartigen Scanner hatte zu Protesten des EU-Parlaments, aber auch von Datenschützern, Politikern, Vertretern der Kirchen und der Polizei geführt. Die Bundesregierung hatte Ende Oktober erklärt, dass die “Nackt-Scanner” nicht an deutschen Flughäfen eingesetzt werden sollen.
Das interessante an diesem Artikel steht aber erst am Ende des Textes:
Politiker der Grünen und der Linken haben die gegen die Tests protestiert.
In einem früheren Artikel zum Thema Nackt-Scanner berichtete Heise.de, dass SPD, Grüne und die Linken gegen Nackt-Scanner sind. In diesem Artikel werden nun noch die Grünen und Linken erwähnt. Und was ist eigentlich mit SPD? Haben die es sich etwa anders überlegt oder wie soll ich das verstehen? In letzter Zeit stelle ich leider fest, dass Interessen der Bürger nur noch von den kleinen Parteien berücksichtigt werden, die anderen haben es eher schon geschafft, einen Machtanteil zu ergattern und vertreten jetzt eher eigene Interessen, als die von den Bürgern. Anderseits verstehe ich nicht, wie bei all diesem Widerstand diese Scanner überhaupt zu den Tests geschafft haben. Wer soll sie einführen wollen, wenn alle Politiker dagegen sind? Es sieht eher so aus, dass manche Politiker für heikle Gesetze zustimmen, in der Hoffnung, dass diese doch scheitern werden. Das kam bei Vorratsdatenspeicherung-Gesetz vor, führe aber dazu, dass das Gesetz Bundesrat ohne große Schwierigkeiten passierte.
