Archiv für Juli 2008

Abmahnungen der Musikindustrie: Rechteverteidigung oder Geld Machung?

Mittwoch, 23. Juli 2008

Ein, meiner Meinung nach, schreiender Fall der Ungerechtigkeit passierte vor kurzem einem jugendlichen in den USA, der ein kurzes Video in YouTube veröffentlichte, wo er zu einem von der Urheberrecht geschützten Titel tanzt. Dabei ist die Musik im Hintergrund eigentlich kaum zu hören war. Trotzdem bekam er prompt eine Abmahnung von der Musikindustrie. Ich bin der Auffassung, dass solches Vorgehen am Rande des Unsinns grenzt. Besonders deswegen, weil die Musik kaum, zu hören war und dabei noch sehr kurz war. Das Video war ja schließlich nur 30 Sekunden lang.
Zum Glück ließen die Eltern des Jungen sich nicht einschüchtern und entschieden sich zu wehren. Sie konnten nicht nur ihre Rechte vor Gericht verteidigen, sondern haben jetzt auch vor, die Musikindustrie für diesen Vorgehen zu verklagen. Wie die Mutter des Jungen sagt, sie hat eigentlich nichts zu verlieren und wird zudem durch Electronic Frontier Foundation (EFF) unterstützt.
Uns bleibt nur zu hoffen, dass die Gerichte eine weise Entscheidung treffen werden, um die Bürger vor Ausbeutung durch gewinnorientierte Verklageindustrie zu schützen.
Ich glaube, dass die Musikindustrie bis jetzt nicht verstanden hat, dass eigene Kunden zu verklagen, ein Selbstmord bedeutet. Wenn man eigene Kunden ins Gefängnisse setzt oder von Ihnen große Strafen abkassiert, sollte man sich über immer fallende Umsätze nicht wundern, da die Menschen nicht nur feindlich gegenüber so einem Verkäufer eingestellt werden, sie haben einfach kein Geld mehr, nach all diesen Strafen, um die Musik zu kaufen.